Und da war es: Das Schweigen der Männer - hildefehr.com

Und da war es: Das Schweigen der Männer

Ich hatte das wundervolle Glück letzten Donnerstag in Rankweil im Alten Kino meine erste Präsentation von meinem „MISTER MÄRCHENPRINZ“, das Buch, vor vollem Haus machen zu dürfen. Und nicht nur machen zu dürfen, ich hatte auch das riesige Glück, zu erleben, mit was für einem Gefühl die Menschen von einer Veranstaltung weggehen, wenn Sie „sich angenommen“ fühlen, sich von mir und auch untereinander von ihrem „Gegen“-Part  angenommen fühlen. Warum das so besonders war? 

Ich mache, zwar mit Unterbrechungen, schon seit 24 Jahren immer wieder Kabarett. Und ich erinnere mich damals, vor 24 Jahren war es besonders modern, wenn man als Frau auf der Bühne sogenanntes „Männer-Bashing“ betrieb. Das hieß, wenn Frau besonders emanzipiert war, dann stellte sie die Männer als besonders dumm und doof hin, machte sie im Kollektiv runter, kleiner, beschrieb sie als blöd und endete mit Sätzen wie: „Die Frau ist doch der bessere Mann! Hahaha, denen haben wir es aber gezeigt!“

Ich mochte das noch nie. War aber ziemlich alleine mit meinem schon damals „verbindenden Ansatz“.

24 Jahre später durfte ich nun erleben, wie eine „Quasi Stargästin“, die sich selbst eingeladen hatte, weil sie ja so gut „nur singend“ dazupassen würde,  auf einmal glaubte, sie müsse jetzt auf meiner Veranstaltung Männer-Bashing betreiben, und so minutenlang auf „meiner Bühne“ stand und begann, über das „Schweigen der Männer“, und wie vertrottelt Männer nur seien, weil sie eben dauernd nur schwiegen, runterzuziehen.

Ich schwöre, ich stand hinter der Bühne hinter dem Vorhang und sah, wie „meinen“ Zuschauern mehr und mehr das Gesicht einfror. Und ich dachte mir: „Lieber Gott, wie kriege ich die wieder runter von der Bühne, und v.a. wie bringe ich die zurecht beleidigten Männer wieder dazu, dass sie sich von mir wieder angenommen fühlten. Wie bekomme ich die Gräben, die sie zwischen Mann und Frau aufgerissen hatte, wieder glatt?“

Und so bin ich auf die Bühne zurück, und habe allen Männern dieser Welt zuerst einmal eine Liebserklärung gemacht! Dass ich mich von diesem altmodischen Gedankengut völlig distanzieren möchte! Und dass wir es in Paar-Beziehungen nur mit „Menschen“ zu tun haben. Nicht mit „den Männern“ und „den Frauen“: Mit Menschen. Mit wundervollen, wertvollen und besonderen Menschen.

Und dass es unterschiedlich veranlagte Menschentypen gibt. Und zwar unabhängig vom Geschlecht. Und dass die Imago-Therapie alle besonderen Menschen in zwei Großgruppen einteilt: nämlich in „Hagelstürme“ und in „Schildkröten“. Und dass Menschen im Laufe ihrer Kindheit ein Schutzmuster entwickeln, das sie bis ins Erwachsenenalter beschützt, mit stressigen und konfliktgeladenen Situationen besser umgehen zu können. Und dass diese zwei Hauptmuster  laut Imago das „Hageln und Wüten und Laut-Werden“ für „Hagelstürme“ ist,  und das „Sich in ihren Panzer Zurückziehen und Schweigen“ das der „Schildkröten“ ist.

Und was ich hier an dieser Stelle BETONIEREN möchte ist: es ist keiner der beiden Menschentypen schlechter oder besser! Wir haben aus Schutz diese Verhaltensmuster angelernt. Dass es für einen Hagelsturm schwierig ist, wenn der/die andere schweigt und nichts mehr sagt, liegt auf der Hand! Dass es aber umgekehrt für eine Schildkröte genauso bedrohlich ist, wenn der Hagelsturm zu schreien und hageln anfängt, kann sicher auch jede/r vorstellen!

Das heisst liebe Menschen: es geht darum, dass wir lernen einander zu verstehen. Und nicht nur Frauen Männer und Männer Frauen, nein auch darum, dass Schildkröten lernen Hagelstürme und umgekehrt zu verstehen. Denn eins noch: Wir alle wenden diese Schutzmuster nur an, wenn wir Angst haben. Wenn wir merken, dass die Verbindung zum anderen abbricht. Das löst Angst in unserem Nervensystem aus und lässt uns nicht mehr „denken“, sondern nur noch „reagieren“. Und dann „reagiert“ das angelernte Schutzmuster von selbst. Keiner von uns ist so „fies“, dass er/sie das extra macht, um den anderen zu ärgern. Es ist ein Zeichen von Hilflosigkeit auf beiden Seiten.

Und wie Mann und Frau mit dieser Tatsache anders sprich konstruktiv umgehen kann, das steht u.a. alles in dem Buch. Und auch, was ein Paar tun kann, damit es gar nicht mehr in diese Ausnahmezustände kommt! Und ja es geht auch darum viel zu lachen. Ja. Das könnt Ihr mit Sicherheit! UND es geht MIR v.a. darum, wie lernen sich Mann und Frau miteinander zu verbinden und in Liebe und Wertschätzung miteinander im Alltag umzugehen. Und wie kommt und bleibt man mit sich selbst in Liebe!

Ich danke Euch von Herzen fürs Lesen und liebe „Schildkröten, ich liebe Euch!“ Ich darf nämlich als „Turbo-Hagelsturm“ soooo viel von Euch lernen. Danke!

Ich freue mich, wenn Du/Sie etwas dazu sagen kommentieren möchten!

Deine/Ihre Hilde Fehr

♥Und hier gibts mehr zum Buch♥

Hilde Fehr - Coach für Selbstwert, Singles und Paare, Online-Kurse

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