Selbstkritik bremst, *Selbstmitgefühl* beflügelt - hildefehr.com

Selbstkritik bremst, *Selbstmitgefühl* beflügelt

SELBSTMITGEFÜHL? Eine Sache für selbstmitleidige Luschis und Tussen? WARUM DICH SELBSTKRITIK BREMST UND SELBSTMITGEFÜHL BEFLÜGELT!

„Sei kein Angeber!“, „Selbstlob stinkt!“, „Hahaha schau mal, wie die sich wichtig nimmt!“, „Nur die Harten kommen durch!“

Ich weiß es nicht, aber geht es nur mir so, dass meine ganze Kindheit aus solchen und noch viel mehr sinnlosen RatSCHLÄGEN bestanden hat? Ich komme aus dem fleissigen arbeitsamen Vorarlberg, wo der Begriff „Gefühle“ an sich schon ein Fremdwort war. Wenn dann noch jemand von SelbstMITgefühl gesprochen hätte, hätte man sicher dorfweit geurteilt: „Die soll sich nicht im Selbst-MITLEID baden, die soll lieber mal was arbeiten!“

Da aber erstaunlicherweise die Fähigkeit zu arbeiten sehr stark vom Selbtmitgefühl abhängt, möchte ich heute genau dorthin einen genaueren Blick werfen:

  1. Fangen wir gleich beim ersten Begriff in der Überschrift an: Selbstkritik. Eine Sache, die landläufig als etwas sehr Positives eingestuft wird: „Denn wer keine Selbstkritik walten lässt, wird größenwahnsinnig, sieht die Dinge und somit sich selbst nicht mehr realistisch und könnte unberechtigterweise abheben!“
  2. Da wir das so eingeimpft bekommen haben, glauben viele Erwachsene von uns, wir müssten uns nur genug selbst kritisieren, niemals mit etwas oder uns selbst zufrieden sein, dann hätten wir mehr Motivation, um noch besser, schneller und produktiver zu werden!
  3. Die Wahrheit ist: ständige Selbstkritik macht depressiv. Und Depression ist das Gegenmittel von Motivation.
  4. Der nächste Begriff: Mitgefühl. Oft haben wir unglaubliches Mitgefühl für andere. Psychologisch betrachtet bringen genau diejenigen, die wenig Selbstmitgefühl haben, viel (zu viel) Mitgefühl für andere auf, als wollten sie eine innere Leere im Außen füllen.
  5. Mitgefühl gibt uns die Möglichkeit, überhaupt fühlen zu dürfen. Wenn schon nicht uns selbst, dann wenigstens die anderen.
  6. Selbstmitgefühl bedeutet in der logischen Schlussfolgerung, ich darf fühlen, und zwar mich selbst. Und das bedeutet weiters, ich darf auch fühlen, dass ich nicht überall die Beste, Schnellste und Größte bin. Ich darf fühlen, dass ich manchmal sogar „nur“ durchschnittlich bin.
  7. Was uns zur gewinnbringenden Erkenntnis bringt: „ICH BIN GENUG!“
  8. D.h. zusammengefasst: Selbstmitgefühl erkennt den Irrsinn des „Nie genug!“-Seins sofort. Es stellt die Selbstkritik, die uns nur depressiv macht, ab. Und es ermöglicht uns, Risiken einzugehen, weil wir wissen, wir müssen nicht immer nur gewinnen! Das Selbstmitgefühl fördert uns, ins Tun und Handeln zu kommen, weil wir wissen, WIR SIND ALLE MENSCHEN UND MENSCHLICH: MIT ALL UNSEREN STÄRKEN UND SCHWÄCHEN! UND SOMIT IMMER GENUG!
  9. Kleiner Akutvorschlag: Nimm dich JETZT für 2 Minuten in die Arme. Komisch sagst du? Das sagte ich vor ein paar Jahren auch. Und wenn ich Workshops gebe und diese Übung vorschlage, merke ich, wenn Menschen das noch nie gemacht haben. Weil sie gar nicht wissen, WIE sie sich selbst umarmen sollen: Stell dir vor Dein Kind, Deine Freundin, Deine Mutter, …, steht vor Dir und braucht eine Umarmung. Genauso und mit genau dem „Druck“ von Wärme und Liebe schlingst du jetzt Deine Arme um Deine eigenen Schultern und zeigst dir selbst: „Ich hab mich lieb!“

DAS BIST DU DIR WERT!

Das wünscht dir von Herzen Deine Hilde Fehr

Und wenn du Lust hast, Deine Erfahrungen hier mit uns zu teilen, freue ich mich riesig!

Hilde Fehr - Coach für Selbstwert, Singles und Paare, Online-Kurse

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